EM-Spielorte 2016: Saint-Denis

EM-Spielorte 2016: Saint-Denis

Foto: Amirwiki / Wikimedia

Zahlen, Daten, Fakten

Einwohner: ca. 110.000
Bundesstaat: Seine-Saint-Denis
Touristische Highlights: Saint-Denis ist eine eher unscheinbare Stadt, die aber mit einigen wundervollen Besichtigungspunkten begeistern kann. Dazu gehören beispielsweise eine weithin berühmte Kathedrale, die in der Französischen Revolution geplündert und teils zerstört wurde oder auch eine ansehnliche Universität.
Fußball in Saint-Denis: In Saint-Denis ist das Stade de France das größte Stadion des Landes. Rund  90.000 Zuschauer passen in das größte Stadion Frankreichs. Die UEFA hat das Stadion bereits mit Fünf Sternen ausgezeichnet. Heimspiele der französischen Nationalmannschaft zählen hier zu den wichtigsten Veranstaltungen. Auch das Finale der Fußball WM 1998 fand hier bereits statt

Die Stadt

In der damaligen Zeit war das Stadion ein Standort der Metall- und Schwerindustrie. Im Laufe der Zeit veränderte sich dies. Und heute ist die Stadt beispielsweise noch ein wichtiger Standort für die Automobilindustrie oder allgemein für die Technikbranche. Saint-Denis besitzt eine reiche Kulturszene, die sich etwa auch im Théâtre Gérard Philipe abspielt. Aber nicht nur alte Kultur findet hier ein Zuhause, sondern auch eine sehr moderne Szene. Im Bereich der Musik ist die französische Hip-Hop-Gruppe Suprême NTM hier beheimatet und prägt die Musikszene des Landes. Saint-Denis ist außerdem auch eine Universitätsstadt, in der rund 26 000 Studenten an der Universität Paris 8 Vincennes-Saint Denis, der Universität Paris VIII, studieren. Die Stadt selbst besitzt eine lange Liste berühmter Stadtväter und Kinder der Stadt Saint-Denis, auf die mit Stolz geblickt werden darf. Dazu zählen etwa die Schauspielerin Sabrina Ouazani, der Nationalspieler der Komoren Nakibou Aboubakari, der Musiker Pierre Michelot, der Politiker Daniel Goldberg, der Musiker Angelo Debarre oder der wichtige Politiker unter Napoleon Michel Gaudin. Saint-Denis ist Heimatstadt vieler Sportler, Politiker und anderer wichtiger Personen des öffentlichen Lebens.

Touristische Highlights

In der Stadt Saint-Denis finden sich einige Sehenswürdigkeiten, die bei einem Besuch in der Stadt nicht verpasst werden sollten. Dazu zählt zum einen das moderne Stadion, aber andererseits auch sehr alte Bauwerke. Berühmt ist insbesondere die alte Gotische Kathedrale, eine Basilica minor. Sie ist von größter kunsthistorischer Bedeutung. Denn allein ihr Chor stammt noch aus dem Jahrzehnt um 1140. Man begann den Bau mit einem spitzbogigen Kreuzrippengewölbe. Die Kathedrale gilt als Wiege der Gotik. Einst befanden sich dort die Gräber von Louis XVI und Marie Antoinette und das Grabmal von Ludwig XII. und Anne de Bretagne. Die Stadt hieß aber noch nicht immer Saint-Denis. Sie erhielt überhaupt erst ihren Namen, da der heilige Dionysius auf dem Montmartre enthauptet worden war. Sein Grab wurde bald zu einer Pilgerstätte mit einer Kapelle, die von König Dagobert I. zum königlichen Kloster ernannt wurde.

Das Stade de France

Saint-Denis besitzt zwar das größte Stadion Frankreichs, aber keinen Vereinen der dort seine Spiele austragen möchte. Was vor dem Hintergrund der Größe und entsprechenden Fixkosten durchaus verständlich ist. In Saint-Denis und Umgebung gibt es mehrere Fußball-Vereine, diese spielen aber alle samt in unterklassigen Ligen. Paris Saint-Germain plant während des Umbaus des Prinzenpark für die EM 2016 die Nutzung des Stade de France als provisorische Heimstätte.

In dem Nationalstadion in Saint-Denis fanden bereits zahllose wichtige Sportveranstaltungen und Konzerte statt. Die französische Nationalmannschaft trägt hier regelmäßige ihre Länderspiele aus, darunter auch das Finale der Fußball-WM 1998. Auch bei der Fußball-EM 2016 wird sowohl das Eröffnungsspiel als auch das Finale im Stade de France ausgetragen.