Die Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2016

Die UEFA Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich

Foto: UEFA

Die Vergabe der 15. Fußball-Europameisterschaft 2016 erfolgte in insgesamt drei Bewerbungsphasen. Neben dem französischen Fußballverband (FFF) hatten sich ursprünglich sechs weitere Fußball-Verbände mit fünf Bewerbungen um die Austragung der EM-Endrunde 2016 bemüht. Während sich Frankreich, Italien und die Türkei einzeln bewarben, strebten Norwegen und Schweden sowie Schottland und Wales jeweils eine Gemeinschaftsbewerbung an.

2009 zogen Schottland und Wales aufgrund zu hoher Kosten ihre Bewerbung zurück, auch Schweden und Norwegen verzichteten im Anschluss auf eine Kandidatur. Nach dem Bewerbungsschluss Mitte 2009 waren somit nur noch die drei Einzelbewerbungen von Frankreich, Italien und die Türkei im Rennen. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 1,7 Milliarden Euro war die französische Bewerbung deutlich „teurer“ als die der Türkei mit 920 Millionen oder Italien mit 750 Millionen. Darüber hinaus wurde Frankreichs Kandidatur von der Politik unterstützt, sogar der damalige Staatspräsidente Nicolas Sarkozy beteiligte sich an der Bewerbung. Zu den Unterstützern zählten auch Ex-Welt- und Europameister wie Zinedine Zidane oder Bixente Lizarazu.

Am 28. Mai 2010 schied Italien in der ersten Abstimmungsrunde in Genf aus. In der entscheidenden zweiten Abstimmung setzte sich Frankreich mit einer knappen Mehrheit von 7:6 Stimmen gegen die Türkei durch und wurde als offizieller Austragungsort für die EM 2016 bestimmt.