EM 2016: Viele Neuheiten erwarten uns

By | 24. Januar 2014
Die UEFA Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich

Foto: UEFA

Die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wird ein ganz besonderes Turnier. Angefangen von der Teilnehmeranzahl, über den Qualifikationsmodus bis hin zur EM-Endrunde erwarten die Mannschaften und uns Fans zahlreiche Neuheiten. Das UEFA-Exekutivkomitee hat sich in den vergangenen beiden Tagen im Schweizer Nyon getroffen und diese final zu beschließen, erfahrt in diesem Artikel was konkret uns ab dem kommenden September mit dem Start der EM-Qualifikation erwartet.

„Alles neu“ lautet derzeit das Motto bei der europäischen Fußball-Union UEFA. Das Exekutivkomitee des Verbands hat sich von Donnerstag bis Freitag im Schweizer Nyon das erste Mal im neuen Jahr getroffen, dabei stand vor allem die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich im Mittelpunkt. Bereits in den vergangenen Monaten und Wochen wurden immer neue Details und Neuheiten mit Blick auf die EURO 2016 bekannt, diese wurden nun auch offiziell beschlossen und verabschiedet

Die Neuheiten bei der EM-Qualifikation 2016

Bereits seit geraum Zeit steht fest, dass die EM 2016 in Frankreich erstmals in der Geschichte des Turniers mit 24 Mannschaften ausgetragen wird. Die UEFA hat insgesamt 53 nationale Verbände die an der EM-Qualifikation teilnehmen werden, d.h. knapp 50% davon werden sich letztendlich auch für die EM-Endrunde qualifizieren. Insgesamt 18 Monate hat die UEFA Zeit für die Durchführung der EM-Qualifikation bei der sich am Ende 24 Teams qualifizieren werden. Wobei man korrekterweise nur auf der Suche nach 23 Mannschaften ist, denn Gastgeber Frankreich ist bereits automatisch qualifiziert

Aus den insgesamt neun Gruppen werden sich jeweils die Gruppenersten, die neun Gruppenzweiten und der beste Gruppendritte für die EM 2016 qualifizieren. Die acht anderen Dritten spielen in den bereits bekannten und bewährten Playoffs die letzten vier Plätze aus. Beginn der EM-Qualifikation ist der 7. September 2014, Ende am 13. Oktober 2015, die EM-Playoffs finden im November 2015 statt.

Darüber hinaus wird erstmals auch das Gastgeberland als „Pseudo-Teilnehmer“ in der Qualifikation mitmachen dürfen. Frankreich wird Ende Februar bei der Auslosung der EM-Qualifikation als Auffüll-Team der einzigen Fünfergruppe zugeordnet. Die Equipe Tricolore wird jedoch außer Konkurrenz spielen, d.h. die Ergebnisse gegen Franck Ribery & Co. werden dabei nicht gewertet. Frankreich erhält dafür einen „Partnerstatus“ und kann an den entsprechenden Spieltagen Freundschaftsspiele gegen die Mannschaften aus dieser Gruppe absolvieren.

EM-Qualifikation 2016: Der Spielplan

Neben den Neuheiten in Sachen Teilnehmer und Anzahl wird auch die Ausführung bzw. der Rhythmus der EM-Qualifikationsspsiele 2016 umgemodelt. Die Qualifikationsphase wird dabei angepasst um mehr Spiele live zu sehen bzw. diese besser vermarkten zu können. Die UEFA wird dafür die sog. „Week of Football“ einführen, d.h. die EM-Qualifikationsspiele werden nun zwischen Donnerstag und Dienstag ausgetragen. Die Anstoßzeiten sind dabei an Samstagen und Sonntagen hauptsächlich um 18:00 Uhr und 20:45 Uhr an Donnerstagen, Freitagen, Montagen und Dienstagen um 20:45 Uhr.

Die Lostöpfe zur EM-Qualifikation 2016

Wie bereits in der Vergangenheit wird die UEFA für die Auslosung der Qualifikationsphase die einzelnen Teams entsprechend ihres UEFA-Koeffizienten (hierfür sind die Ergebnisse bei der WM 2010, EM 2010 und 2012 und der Qualifikation für die WM 2014 ausschlaggebend) in einzelne Lostöpfe einteilen. Hier ist die Übersicht der sechs Töpfe:

Lostopf 1: Spanien, Deutschland, Niederlande, Italien, England, Portugal, Griechenland, Russland, Bosnien & Herzegowina

Lostopf 2: Ukraine, Kroatien, Schweden, Dänemark, Schweiz, Belgien, Tschechien, Ungarn, Irland

Lostopf 3: Serbien, Türkei, Slowenien, Israel, Norwegen, Slowakei, Rumänien, Österreich, Polen

Lostopf 4: Montenegro, Armenien, Schottland, Finnland, Lettland, Wales, Bulgarien, Estland, Belarus

Lostopf 5: Island, Nordirland, Albanien, Litauen, Moldawien, Mazedonien, Aserbaidschan, Georgien, Zypern

Lostopf 6: Luxemburg, Kasachstan, Liechtenstein, Färöer Inseln, Malta, Andorra, San Marino, Gibraltar

Aus politischen Gründen hat die UEFA entschieden, dass Aserbaidschan nicht in einer Gruppe mit Armenien spielen kann und Gibraltar nicht in die gleiche Gruppe wie Spanien gelost werden kann.

Wer überträgt die EM-Qualifikationsspiele und die EM 2016 im TV?

Auch in Sachen Vermarktung bestreitet die UEFA bei der EM 2016 neue Wege. Die Medien-/TV-Rechte für die EM-Qualifikationsspiele wurde dabei zentralisiert, womit die Nationalverbände aus ihren Qualifikationsspielen mehr Geld generieren können und somit stabilere Einnahmen aus der Qualifikationsphase haben, nachdem die Umsatzerlöse von den Ziehungsergebnissen getrennt werden.

In Deutschland hat sich der Privatsender RTL die Recht für die deutschen EM-Qualifikationsspiele gesichert und sich dabei gegen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF durchgesetzt. Diese werden die Spiele während der Endrunde jedoch wie gewohnt übertragen.

Auch der Spielmodus während EM-Endrunde wird angepasst

Durch die Erhöhung der Teilnehmeranzahl wird sich zwangsläufig auch etwas am Modus während der EM-Endrunde vom 10. Juni bis zum 10. Juli 2016 ändern. Statt bisher vier Gruppen a vier Teams wird es in Frankreich sechs Gruppen a vier Mannschaften geben. Aus diesen sechs Gruppen qualifizieren sich jeweils die beiden Ersten und die vier besten Dritten für das Achtelfinale.

Klingt im ersten Moment recht simpel, doch wie kompliziert die Reglung mit den „vier besten Dritten“ sein kann hat die Frauen-WM 2013 in Schweden gezeigt. Dort wurden im die Däninnen nach dem letzten Gruppenspiel statt der punktgleichen Russinnen ins Achtelfinale gelost.

Alle weiteren Informationen zur EM-Qualifikation findet Ihr hier bei uns auf dem Blog.

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